Vorbericht zum Heimspiel der Damen I gegen Haunstetten II

Vor dem Schlusspunkt

Wenn die TS- Handballerinnen am kommenden Samstag um 18 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums auf das zweite Team des TSV Haunstetten zum letzten Saisonspiel treffen, geht es eigentlich nur noch um eine „Pflichterfüllung“ für beide Kontrahenten. Wo nämlich die Gäste bereits als Absteiger feststehen, konnte das Kästl- Team bereits am letzten Sonntag den größtmöglichen Erfolg, nämlich die Meisterschaft in der Bayernliga und als Folge den Aufstieg in die 3. Bundesliga unter Dach und Fach bringen.

So gesehen könnte man eigentlich von einer Freundschaftsbegegnung ausgehen, und 60 Minuten lang einen Kampf auf Biegen und Brechen ist nicht zu erwarten. Allerdings tritt der Tabellen-Elfte ganz sicher nicht die weite Fahrt aus Schwaben nach Mittelfranken an um hier nur Spalier für eine jubelnde Meistermannschaft zu stehen, im Gegenteil, es wäre für den TSV ein versöhnlicher Abschluss die missglückte Saison 2016/2017 noch mit einem Ausrufezeichen zu beenden.

TS-Trainer Hans-Jürgen Kästl verweist auf die letzten Wochen, als nämlich Haunstetten nach einem Trainerwechsel plötzlich aufhorchen ließ, mit mehreren Erfolgen den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle zu schaffen schien, doch letztlich schon zu weit in den Rückstand geraten war. Hängen ließen sich die Akteure, bestehend aus einigen Routiniers und vielen guten Talenten aber nicht. So wurde unter anderem am vergangenen Wochenende der nur einen Platz besser postierte und somit gesicherte 1. FC Nürnberg mit 32:12 Toren regelrecht versenkt.

Auch wenn der „Club“ nicht ganz komplett angereist war, zeigt das Ergebnis deutlich die unverändert gute Moral in der TSV-Mannschaft. Das Vorspiel konnte die TSH in Haunstetten deutlich mit 31:24 Toren gewinnen und musste dabei unter anderem keine einzige Zeitstrafe „absitzen“. Da die Reserve des Zweitligisten aus Haunstetten eine ähnliche Herangehensweise favorisiert, könnte der Wunsch im Lager des Meisters, nämlich um Abschluss der Saison den treuen Fans nochmals zu zeigen wie attraktiv der Frauenhandball sein kann, realisierbar werden.

Kästl:“ Natürlich ist es nun kaum noch möglich von außen auf die Motivation großen Einfluss zu nehmen, doch so wie ich die Mädels kenne wird man bestrebt sein nochmals eine gute Leistung abzurufen, allein schon wegen der Fans. Dass man anschließend richtig abfeiern wird, ist nach dieser großartigen Saison wahrlich angemessen“. Der Erfolgstrainer freut sich zudem dass am letzten Spieltag fast der komplette Kader eingesetzt werden kann und somit auch aktiv alle Spielerinnen einen angemessenen Schlusspunkt hinter diese unvergessliche Saison 2016/2017 setzen können. Und allein dies sollte schon einen letzten Motivationsschub auslösen.