Damen I - Staffeleinteilung steht fest

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Überraschende Einteilung in die Südstaffel

Als die neue Staffeleinteilung der 3. Bundesliga Frauen am vergangenen Dienstag bekannt wurde, gab es aus Sicht des Aufsteigers TS Herzogenaurach zunächst mal eine Überraschung: Nachdem vor wenigen Wochen HaSpo Bayreuth und die HG Zirndorf aus der 3. Liga Ost abgestiegen waren, musst man zunächst davon ausgehen, dass die TS in eben diese Liga nachrücken würde. Stattdessen spielt man nun jedoch in der Süd- Gruppe, was an sich auch der Wunsch aller Akteure war. Und dies nicht etwa weil man die Teams in der Ostgruppe für leistungsstärker erachtet, sondern mit der Einschätzung, dass Vereine aus dem süddeutschen Raum generell als technisch spielstärker gelten, eine Herangehensweise, welche der TS besser liegen dürfte. „Um nicht falsche Erwartungen aufkommen zu lassen, auch die zukünftigen Gegnerinnen verfügen über exzellente körperliche Voraussetzungen, doch die Mannschaften aus den neuen Bundesländern bevorzugen traditionell wohl eher den von der Athletik geprägten Handball“, so der neue Cheftrainer der TSH Klaus Watzinger. Dies können ihm speziell Martina Ebersberger, Lena Mergner und auch Tanja Küffner bestätigen, die einst zwei Jahre für das Bayreuther Team im „Osten“ unterwegs waren.Allerdings muss hier erwähnt werden, dass die Ostgruppe inzwischen vermehrt von Mannschaften aus Niedersachsen und Hessen vertreten wird, was dann sicherlich auch die spielerischen Elemente aufwertet. Doch wie auch immer, nun also nicht Chemnitz oder Leipzig, stattdessen Allensbach und Freiburg, und schon dies lässt erkennen, dass die TS H zukünftig allein schon in Sachen Fahrtaufwand mächtig gefordert ist (Details siehe unten).

Andererseits stehen die bayerischen Derbys gegen den ESV Regensburg und den TV Haunstetten an, die Allgäuerinnen diesmal aber nicht mit der 2. Vertretung wie noch am letzten Spieltag der Bayernliga- Spielzeit 2016/17, sondern die erste Mannschaft, welche kürzlich aus der 2. Bundesliga absteigen musste. Die ersten Stellungsnahmen von den Verantwortlichen der TS sind durchgängig pragmatisch. So meint Abteilungsleiterin Christine Odemer, dass die Mannschaft nicht unzufrieden über die Zuteilung sei, wohl wissend dass es sehr schwer wird, und weiter:“ Ich bin da emotionslos, zumal ich keinerlei Erfahrung mit der 3. Liga und keinen Einfluss auf die Zugehörigkeit habe, wir nehmen es wie es kommt“.

Trainer Klaus Watzinger: „Für uns überraschend sind wir jetzt in die 3. Liga Süd eingeteilt worden. Eine fundierte Vorhersage abzugeben ist derzeit kaum möglich. Favoriten sind sicherlich die Vertretungen von Allensbach, Möglingen und Freiburg, welche zuletzt die Plätze 3-5 belegen konnten. Allerdings gibt es schwer auszurechnende zweite Mannschaften von Teams aus der 1. und 2. Bundesliga, da weiß man nie so ganz wer gerade auf läuft. Interessant sind zudem die bayerischen Derbys mit Regensburg und Haunstetten und ich meine, dass wir gute Chancen haben als unbeschriebenes Blatt mitzuspielen und die Klasse zu halten“.

Ähnlich sieht es auch der Koordinator bei den Handballerinnen Udo Hermannstädter. Seine Meinung bekommt zudem ein besonderes Gewicht, da er in der Vorsaison bis zur Winterpause für den ESV Regensburg als Trainer verantwortlich war und daher einige Gegner persönlich kennen gelernt hatte: „Die 3. Liga Süd ist sicherlich im spielerischen und taktischen Bereich die stärkste aller vier Ligen und für mich ist Haunstetten der klare Favorit auf den Wiederaufstieg, wenn man zusammen bleibt. Natürlich wird es enorm schwer für jeden Aufsteiger, andererseits hat der TSV Kandel im letzten Jahr bewiesen, was man zu leisten vermag, wenn die Voraussetzungen stimmen (Tabellen-Siebter).Alles wird von einer konsequenten Vorbereitung abhängen, wenn hier alle bei uns voll mitziehen, bin ich zuversichtlich dass wir diese enorm anspruchsvolle Aufgabe meistern, aber nur dann“. Dabei erinnert sich der langjährige Coach nicht nur an einige Spielzeiten bei der TSH in der Bayernliga, sondern auch an seinen unbefriedigenden Auftakt in Regensburg, wo „die erste Zeit nur 6-7 Spielerinnen im Training waren“.

Und dies sind die zukünftigen 11 Gegner der TS H:

SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam (Aufsteiger)

TSV Kandel

HSG Freiburg

TV Möglingen

FSG Waiblingen- Korb II

SV Allensbach

SG BBM Bietigheim II ( 1. Mannschaft= deutscher Frauenhandballmeister 2017)

TUS Metzingen II (Aufsteiger)

TSG Ketsch II (Aufsteiger)

TSV Haunstetten (Absteiger aus der 2. Liga)

ESV 1927 Regensburg

V.Schneller